Einsaat

Generelles zur Saatgutbestellung

Richtige Einsaat von PflanzenIm Falle der „Blühenden Naturparke“ bestellt der örtliche Naturpark das Saatgut für die Projektteilnehmer. Wenn möglich wird die Bestellung an den Projektteilnehmer geliefert. Die Kosten für die Saatmischung und die Lieferung müssen von dem Projektteilnehmer getragen werden. Über das Projekt Blühende Naturparke wird ausschließlich als gebietsheimisch zertifiziertes Saatgut auf der Fläche ausgebracht. Hintergründe dazu können Sie hier nachlesen.

 

Generelles zur Einsaat:

Eine Neuansaat ist sowohl im April, als auch im September möglich. Eine Einsaat im Herbst wird empfohlen, denn die Witterungsbedingungen erhöhen die Chancen einer ausreichenden Feuchtigkeitsversorgung. Außerdem können frostkeimende Arten die nötige Kälte- oder Frostperiode durchleben und im darauffolgenden Frühjahr aufkeimen. Der Keimling benötigt in den ersten 4-5 Wochen ausreichend Feuchtigkeit und Licht, daher sollte vor angekündigten Niederschlägen eingesät werden. Das Saatgut sollte unter keinen Umständen eingearbeitet werden. Um das Saatgut gleichmäßig und nicht zu dicht zu säen, kann es mit beispielsweise Sand, Soja- oder Maisschrot gestreckt werden. Ein anschließendes Anwalzen sorgt für notwendige Kapillarität, also Wasserzufuhr.

VORSICHT: In Gebieten mit einer Tauben- oder Wildschweinproblematik, sollte auf das Strecken mit Soja- oder Maisschrot verzichtet werden. Sand, Mineralien oder Schwefelpellets eignen sich in Problemgebieten gut zum Strecken des Saatguts.

Aussaat mit Kindern
Aussaat im Naturpark Neckartal-Odenwald

Die Wahl des Einsaattermins wird innerhalb des Projekts zwischen dem örtlichen Naturpark und den Projektteilnehmern bzw. den zuständigen Bauhofmitarbeitern getroffen. Zu öffentlichkeitswirksamen Einsaaten kann die Presse eingeladen werden. Zusätzlich kann ein Kindergarten oder eine Schule die Einsaat im Zuge der umweltpädagogischen Arbeit unterstützen. Hierzu kann die Projektkoordination
oder der Projektteilnehmer eine nahe gelegene Institution ansprechen.

 

Flächenabhängige Maßnahmen:

Südliche/sonnige Lagen
Sonnige Flächen sind für eine Aussaat sehr gut geeignet. Viele Pflanzenarten können sich bei
ausreichender Feuchtigkeit stark entwickeln. Vor einer Ansaat ist verstärkt auf ein sauberes
Saatbett zu achten, um konkurrenzstarke Beikräuter einzudämmen. Eine Ansaat im Herbst
reduziert das Trockenheitsrisiko.

Steilhänge:

Steilhänge sind besonders schnell von Erosion betroffen, sodass der Boden zu jedem Zeitpunkt ausreichend befestigt sein muss. Aus diesem Grund kann dem Saatgut eine Schnellbegrünerkomponente wie beispielsweise Leindotter, Buchweizen, Gartenkresse und / oder Roggentrespe beigemischt werden. Das Saatgut kann nach dem Anwalzen zusätzlich locker gemulcht werden. Es werden ca. 500 g/m² Heu oder Strohhäcksel oder 2 kg/m² Grasschnitt empfohlen.

VORSICHT: Eine Schnellbegrünerkomponente sorgt für eine schnelle Bodenbefestigung, sollte aber nach 8-10 Wochen noch vor dem Aussamen unbedingt abgemäht und abgetragen werden, um der eigentlichen Samenmischung genug Licht und Wasser zu sichern. Bei einem zusätzlichen Mulchen der Fläche, dürfen keine Unkräuter auf die Fläche gebracht werden. Winde, Quecke, Distel, Weißklee und Ampfer sollten sich nicht im Mulchmaterial befinden!

Schattige Lage:

An schattigen Standorten entwickeln sich viele Arten langsamer und bilden weniger Biomasse aus. Bei der Wahl des Saatguts sollten schattentolerante Pflanzen ohne Gräser ausgewählt werden.

Straßennahe Flächen:

Straßennahe Flächen stellen in vielfacher Hinsicht einen Sonderstandort dar. Damit der Bewuchs sich nicht zu hoch entwickelt, muss das Saatgut sorgfältig ausgewählt werden.

 

Sie finden alle Informationen zum Download auch hier.

 

 

Quelle: Rieger-Hofmann GmbH, Katalog 2018/2019