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Aktuelles:

Die Ergebnisse der Pflanzenevaluierung 2022 liegen vor:

Aufgrund der frühzeitigen Mahd einiger Flächen konnten lediglich 25 der insgesamt 33 Flächen evaluiert werden. Davon präsentierten sich 17 Flächen in einem guten bis sehr guten und vier Flächen in einem mittelmäßigen oder schlechten Zustand.

Durchschnittlich zeigten sich die Flächen mit einem Artenreichtum von 48,4 Blühpflanzenarten pro Standort und einer Gesamtpflanzendeckung von 75 bis 100 Prozent. Der hohe Anteil von für Wildbienen besonders relevanten Pflanzenarten zeigt auf, dass die Blühflächen durchaus auch spezialisierten und seltenen Bienenarten ein attraktives Nahrungsangebot liefern. So sprechen im Schnitt 53,4 Prozent der zur Verfügung stehenden Pflanzenarten pro Fläche die Bedürfnisse oligolektischer Wildbienen an. Zudem werden Insekten vermehrt Rückzugsorte, wie zum Beispiel Insektenhotels, Totholzhaufen und sandige Bereiche, zum Überwintern und Nisten geboten. 

Lediglich bei den gemähten Flächen zeigte sich, dass beim Großteil der Flächen nicht darauf geachtet wurde, einen Teil der Pflanzen (empfohlen: 10% der Flächengröße) über den Winter stehen zu lassen. Gleichzeitig zeigt sich die Wichtigkeit der regelmäßigen Mahd, um Qualität und Struktur der Blühflächen zu erhalten. Bei Flächen, an denen dies unterlassen wurde, zeigten sich dieses Jahr deutlich höhere Deckungsgrade an Gräsern.

Das Projekt „Blühende Naturparke“ im Überblick:

Im Rahmen einer landesweiten Kampagne engagieren sich die Naturparke Baden-Württembergs für den Insektenschutz! Zur Projektteilnahme sind alle eingeladen: Städte und Gemeinden, Unternehmen, Landwirte und Privatleute.

Insekten benötigen geeigneten Lebensraum und ganzjährige Nahrungsquellen. Die Suche nach einem geeigneten Habitat mit ausreichend Futterquellen kann sich insbesondere für spezialisierte Arten als schwierig darstellen. Über das Projekt “Blühende Naturparke” werden Flächen wieder artenreicher, indem sie mit standortangepassten, regionalen und mehrjährigen Wildblumensamen eingesät werden und/oder das Pflegemanagement umgestellt wird. Vielfältige Blühwiesen mit einem breiten Nahrungsangebot für Insekten sollen durch diese Initiative entstehen. Egal ob große oder kleine Fläche: jede neue Wildblumenwiese stellt einen Trittstein mit wertvollem Habitat dar!

Mindestens ebenso wichtig für die Naturparke ist die Sensibilisierung der Gesellschaft für den Insektenschutz. So bieten die Naturparke beispielsweise Lehr- und Informationsveranstaltungen  an, binden Schulen oder Kindergärten in das aktive Anlegen von Wildblumenwiesen ein und stellen umweltpädagogisches Material bereit.

Der Projektflyer gibt Hintergrundwissen zum Insektenrückgang, informiert über die Projektziele und zeigt Möglichkeiten zur Teilnahme auf. Hier geht es zum Download.

Mehr Informationen zum Projekt und den Teilnahmemöglichkeiten gibt es unter info@bluehende-naturparke.de!